Rohstoff-Fund: Bisher hat China fast das Monopol für Seltenerdmetalle. Doch nun haben Forscher eine mögliche Quelle schwerer Seltener Erden auch anderswo entdeckt. Das weltweit in Tiefengestein vorkommende Mineral Fayalit ist ihren Messungen zufolge stark mit schweren Seltenerdmetallen angereichert. Diese für Hightech-Anwendungen begehrten Rohstoffe könnten demnach auch außerhalb Chinas abgebaut werden.
Seltene Erden sind das Gold des 21. Jahrhunderts – rar und hoch begehrt auf der ganzen Welt. Denn Seltenerdmetalle wie Neodym, Ytterbium, Dysprosium oder Terbium stecken in Permanentmagneten und unzähligen anderen Hightech-Komponenten. Sie werden für Windkraftanlagen, Elektromotoren, Smartphones, Düsenjets, Lautsprecher oder die Medizin gebraucht.
Doch die Seltenen Erden sind knapp – wie ihr Name schon andeutet. Zwar kommen diese Elemente prinzipiell überall auf der Welt vor, viele Lagerstätten sind aber noch unerkannt oder schwer erschließbar. Der mit Abstand größte Teil der wirtschaftlich genutzten Vorkommen liegt dagegen in China. Damit hat China fast ein Monopol und dominiert den internationalen Handel, besonders mit schweren Seltenerdmetallen (HREE).
Spurensuche in südafrikanischer Mine
Abhilfe könnte eine Entdeckung schaffen, die Forscher in Südafrika gemacht haben. Sönke Brandt von der Universität Erlangen-Nürnberg und seine Kollegen hatten dort Gesteinsproben aus der Vergenoeg-Fluorit-Mine untersucht. Diese nordöstlich von Pretoria gelegene Mine liegt über einer Formation sehr alten granitischen Vulkangesteins, das große Mengen an Fluoriten und mehr als 40 verschiedene eisenhaltige Minerale enthält.