Skurrile Entdeckung: Wer wissen will, woher ein Sand stammt, muss ihm nur zuhören. Denn wenn man eine Sandprobe in Säure gibt, entsteht ein je nach Zusammensetzung einzigartiges Geräusch, wie Forscher herausgefunden haben. Diese akustische Signatur erlaubt es, eine Sandprobe eindeutig einem bestimmten Herkunftsstrand zuzuordnen. Das könnte künftig beispielsweise helfen, illegalen Sandabbau aufzudecken.
Sand ist ein begehrter Rohstoff: Für die Baubranche ist er unverzichtbar und auch als Rohmaterial für Glas und Halbleiter werden die Körnchen gebraucht. Doch auch wenn der Sand an Stränden oder in der Wüste im Überfluss vorhanden scheint – als Rohstoff geeigneter Sand ist weltweit knapp. Dadurch kommt es vielerorts zu ungeregeltem und oft illegalem Raubbau, der für die betroffenen Regionen schwere Folgen haben kann.
Das Problem dabei: Selbst wenn man illegale Händler erwischt, ist es oft fast unmöglich, die Herkunft ihres Sandes ohne erheblichen Aufwand zweifelsfrei nachzuweisen.

Auf den Sand hören
Eine ebenso skurrile wie verblüffend einfache Lösung könnten nun Saskia van Ruth von der Universität Wageningen und ihre Kollegen gefunden haben. Denn sie haben entdeckt, dass sich Sand verschiedener Herkunft auch akustisch unterscheiden lässt. Der je nach Herkunftsort einzigartige Klang entsteht jedoch nicht beim Darüberlaufen oder durch den Wind wie bei den singenden Dünen, sondern beim Auflösen des Sands in Säure.