Mission gecancelt: Eigentlich sollte der Mondrover VIPER am lunaren Südpol nach Wassereis suchen – und so geeignete Landestellen für die Astronauten der Artemis-Mission suchen. Doch jetzt hat die NASA das Projekt gestoppt. Wegen ständiger Verzögerungen und steigender Kosten wird das fast fertige Mondfahrzeug nicht weiterentwickelt. Die Raumfahrtagentur ist jedoch bereit, kommerziellen Anbietern den Rover zur Fertigstellung zu überlassen.
Der Mondrover VIPER (Volatiles Investigating Polar Exploration Rover) wäre das erste Roboterfahrzeug der NASA auf dem Mond geworden – und die schwerste jemals mit einem kommerziellen Anbieter zum Mond transportierte Nutzlast. Geplant war, das Golfwagen-große Vehikel mit der vom US-Unternehmen Astrobites konstruierten Mondlandekapsel Griffith Lander zur lunaren Südpolregion zu bringen. Dort sollte der Mondrover im Rahmen des Artemis-Programms der NASA nach Wassereis-Vorkommen suchen.

Fahrender Eis-Sucher für raues Terrain
In der NASA-Missionsbeschreibung heißt es zum Mondrover: „VIPER wird Eis auf der Mondoberfläche und in verschiedenen Tiefen des Untergrunds analysieren. Die von VIPER zur Erde gesendeten Daten werden dann genutzt, um Ressourcenkarten zu erstellen und zu ermitteln, wo wieviel Wassereis vorhanden ist und in welcher Form.“ Dafür wurde der – fast fertiggestellte – Mondrover mit drei Spektrometern und einem Bohrer ausgestattet.
Außerdem sind Fahrwerk, Räder und Fahrtsteuerung des Mondrovers gezielt an das raue Terrain angepasst: „Sollte er besonders losem Regolith begegnen, kann er jedes seiner Räder unabhängig voneinander anheben und seitlich verschieben. Das bewirkt eine schwimmende Bewegung, die den Rover selbst aus sehr weichem Untergrund befreien kann“, erklärt die NASA. Zudem kann VIPER noch Steigungen bis 15 Grad bewältigen und seitwärts, rückwärts und diagonal fahren, ohne sich extra umdrehen zu müssen – ähnlich wie ein Krebs.