Boost für Hubble: Das Hubble- Weltraumteleskop könnte vielleicht doch noch eine Wartungsmission bekommen – und vor dem Absinken in die Atmosphäre bewahrt werden. Die Machbarkeit einer solchen Service-Mission lässt die NASA jetzt in einer Studie prüfen. Das Szenario sieht vor, Astronauten in einer SpaceX-Raumkapsel in den Orbit zu schicken, am Teleskop anzudocken und seine Umlaufbahn anzuheben. Ob und wie das funktionieren kann, soll nun in den nächsten sechs Monaten untersucht werden.
Das Hubble-Weltraumteleskop ist seit 32 Jahren im Orbit und noch immer eines der wichtigsten Werkzeuge der Astronomie – auch dank fünf Service-Missionen. Bei diesen Besuchen wurde das Teleskop gewartet, erhielt neue Komponenten und wurde in seiner Flugbahn angehoben. Doch seit dem Ende des Space-Shuttle-Programms im Jahr 2011 hat die NASA keine Möglichkeit mehr, Astronauten zum Weltraumteleskop hinaufzuschicken.

Hubble verliert an Höhe
Als Folge sinkt das Hubble-Teleskop immer weiter ab und seine Bauteile altern. „Sein Orbit lag ursprünglich in 600 Kilometer Höhe, seither ist Hubble durch die atmosphärische Reibung auf jetzt noch 540 Kilometer abgesunken“, berichtete Hubble-Projektmanager Patrick Crouse von der NASA in einem Briefing. Werde nichts unternommen, könnte das Weltraumteleskop nach Schätzungen des Teams im Jahr 2037 so weit abgesunken sein, dass es in die Atmosphäre eintritt und dort verglüht.
Doch das lässt sich möglicherweise verhindern. Die NASA hat am 22. September 2022 eine Vereinbarung für eine Machbarkeitsstudie mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX unterzeichnet. In dieser auf sechs Monate veranschlagten Studie soll geprüft werden, ob eine bemannte Servicemission mit der Dragon-Kapsel von SpaceX möglich wäre. „Hubble geht es bestens und es liefert großartige Wissenschaft“, sagt NASA-Administrator Thomas Zurbuchen. „Wir möchten aber wissen, welche Möglichkeiten bestehen.“