Landung geglückt: Zum ersten Mal hat eine Raumsonde aus China auf dem Roten Planeten aufgesetzt. Die Landesonde mit dem Rover „Zhurong“ an Bord landete Samstagnacht wie geplant in der Ebene Utopia Planitia. Damit ist China das dritte Land, dem eine erfolgreiche Landung auf dem Mars gelungen ist – und nach den USA die zweite Nation, die einen Rover auf den Roten Planeten geschickt hat. Das neue Marsvehikel soll nun unter anderem nach Wassereis unter der Oberfläche suchen.
Der Mars ist unser Nachbar im All und in vieler Hinsicht der Erde ähnlich. Doch eine Landung auf dem Roten Planeten ist alles andere als einfach, wie einige gescheiterte Versuche bezeugen, darunter auch der der abgestürzten ESA-Sonde Schiaparelli. Bisher hatten es nur die USA und die ehemalige Sowjetunion geschafft, Landesonden heil auf die Oberfläche des Mars zu bringen. Zurzeit sind auf der Marsoberfläche nur die beiden US-Rover Curiosity und Perseverance und die stationäre US-Sonde Mars InSight aktiv.
Landung erfolgte Samstagnacht
Jetzt haben diese Vehikel Gesellschaft bekommen: Gegen ein Uhr nachts am Samstag hat erstmals eine chinesische Landesonde auf dem Mars aufgesetzt. Die zur Tianwen-1-Mission gehörende Sonde brachte den Marsrover „Zhurong“ auf die Marsoberfläche. Der nach einem chinesischen Feuergott benannte Rover ist damit das erste menschengemachte Marsfahrzeug aus einem anderen Land als den USA – und China ist die dritte Nation, der eine Landung auf dem Roten Planeten geglückt ist.
Die aus einem Orbiter, der Landesonde und dem Rover bestehende Tianwen-1-Mission startete im Juli 2020 fast zeitgleich mit der Perseverance-Mission der NASA und erreichte den Marsorbit im Februar 2021. Am frühen Morgen des 15. Mai 2021 klinkte die Orbitersonde die Landeeinheit aus und diese trat einige Stunden später mit rund 4,8 Kilometern pro Sekunde in die Marsatmosphäre ein. Dann begann das riskante Landemanöver.