Jahrhundert-Ereignis am Himmel: Heute Abend kurz nach Sonnenuntergang können wir eine Große Konjunktion bestaunen – ein Zusammentreffen von Jupiter und Saturn. Die beiden Planeten kommen sich so nahe, dass sie fast zu einem hellen Stern zu verschmelzen scheinen. So eng beieinander konnte man sie zuletzt im Mittelalter sehen. Und auch mit Weihnachten hat dieses Himmelsschauspiel zu tun: Ein Kandidat für den Stern von Bethlehem ist eine solche Große Konjunktion.
Schon vor Jahrtausenden beobachteten unsere Vorfahren, dass sich die Planeten am Himmel manchmal besonders nahe zu kommen scheinen. Sie sahen in solchen Konjunktionen ein besonderes Omen – ein Zeichen der Götter. Auch die drei Weisen aus dem Morgenland in der biblischen Weihnachtgeschichte könnten einem solchen Omen gefolgt sein. Denn ein möglicher Kandidat für den Stern von Bethlehem ist eine besondere Konjunktion von Jupiter und Saturn.

„Doppelplanet“ direkt nach Sonnenuntergang
Ein ähnlich einmaliges Schauspiel können wir heute Abend beobachten. Denn Jupiter und Saturn durchlaufen wieder eine Große Konjunktion und kommen sich dabei ungewöhnlich nahe. Die beide Planeten trennen dann nur noch sechs Bogenminuten – das entspricht einem Fünftel des Vollmond-Durchmessers. Mit bloßem Auge wird es daher fast so aussehen, als würden beide zu einem einzigen hellen Stern verschmelzen.
Am besten zu sehen ist die Konjunktion, wenn man heute Abend zwischen 17:00 und 18:00 Uhr an den südwestlichen Himmel schaut. Dort stehen die beiden Planeten etwa eine Handbreit über dem Horizont. Der hellere Jupiter steht dabei links unterhalb des lichtschwächeren Saturn. Mit einem Fernglas kann man beide Planeten bereits gut erkennen, im Teleskop sind sie mitsamt ihrer großen Monde in einem gemeinsamen Blickfeld zu sehen.