Himmelsschauspiel: Heute Nacht hat der Meteorschauer der Lyriden seinen Höhepunkt, es regnet daher Sternschnuppen. Dank des fast mondlosen Nachhimmels und gutem Wetter lohnt sich die Himmelsbeobachtung – vor allem in den frühen Morgenstunden. Denn dann könnten immerhin 20 Meteore pro Stunde über den Himmel rasen. Scheinbarer Ausgangspunkt der Sternschnuppen ist das Sternbild Leier.
Auch wenn der Lyriden-Meteorschauer weniger prominent ist als die Geminiden oder Perseiden, ist dieser Sternschnuppen-Regen schon seit Jahrtausenden bekannt. Bereits 687 vor Christus berichteten chinesische Hofastronomen über diesen Meteorschauer – er glaubte, die Sterne würden vom Himmel fallen. Astronomische Modellrechnungen belegen aber, dass dieser Meteorschauer schon seit mindestens 1,5 Millionen Jahren existieren muss.
Dunkler Nachthimmel und helle Sternschnuppen
Am Morgen des 22. April 2020 erreichen die Lyriden ihren jährlichen Höhepunkt. Deshalb lassen sich heute Nacht und vor allem in den frühen Morgenstunden besonders viele Sternschnuppen beobachten. Bis zu bis zu Meteore, darunter auch einige helle Leuchtkugeln könnten dann über den Himmel rasen. Am frühen Morgen gesellen sich außerdem die hellen Planeten Jupiter und Saturn zum Himmelsschauspiel dazu.
Ihren scheinbaren Ursprung haben die Lyriden im Sternbild Leier, das bei uns gegen 22:00 Uhr im Nordosten aufgeht und dann im Laufe der Nacht immer höher steigt. Besonders günstig für die Sternschnuppen-Jagd ist in diesem Jahr, dass der Mond momentan nur noch als ganz schmale Sichel am Himmel zu sehen ist, weil am 23. April Neumond ist. Sein Licht stört daher die Beobachtung kaum. Das über weite Teile Deutschlands dominierende Hochdruckgebiet bringt zudem vielerorts einen klaren Himmel.