Die NASA Sonde “Messenger” ist zum zweiten Mal dicht am Merkur, dem innersten Planeten unseres Sonnensystems, vorbeigeflogen und hat dabei auch zuvor unerforschte Regionen kartiert und untersucht. Die Aufnahmen und Daten lieferten unter anderem ersten Hinweise auf die Geologie des Planeten und bestätigten, dass er ein symmetrisches Magnetfeld besitzt.
Die Sonde “MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry, and Ranging”, kurz Messenger, passierte den innersten Planeten des Sonnensystems am 6. Oktober. Im Laufe seines Vorbeiflugs sammelte es Daten auch über Bereiche der Oberfläche, die niemals zuvor durch Teleskope oder Sonden beobachtet werden konnten.
Alte, von Kratern zerfurchte Landschaft
„Das Gebiet auf der Oberfläche des Merkur, das wir in diesem Monat erstmals von Nahem beobachtet haben, ist größer als die Landfläche Südamerikas“, erklärt Sean Solomon, Leiter der Abteilung für Magnetismus an der Carnegie Institution of Washington. „Wenn wir das mit den Daten unseres ersten Vorbeiflugs und denen von Mariner 10 kombinieren, haben wir damit nun rund 95 Prozent des Planeten abgedeckt.“
Während des Vorbeiflugs machten die Bordkameras mehr als 1.200 Bilder der Oberfläche, während das Laseraltimeter die Topographie der unter der Sonde vorbeiziehenden Merkurlandschaft vermaß. Die Aufnahmen enthüllten zum ersten Mal die großen geologischen Kontraste auf der Oberfläche.