Gebrochenes Bein: Wenige Tage nach ihrer Mondlandung hat die US-Sonde „Odysseus“ erste Kamerabilder zur Erde geschickt. Die Aufnahmen bestätigen, dass die Mondsonde um 30 Grad zur Seite gekippt ist und erklären auch, warum: Ein Landebein der vier Meter hohen Landesonde ist abgeknickt. Wie NASA und Sondenhersteller Intuitive Machines berichteten, sank „Odysseus“ beim Landeanflug schneller als geplant und driftete zudem stärker seitwärts – dies ließ das Bein beim Aufprall brechen.
Am 23. Februar 2024 gelang der Mondsonde IM-1, auch „Odysseus“ genannt, ein historischer Erfolg: Als erste kommerzielle Raumsonde überhaupt und als erste US-Sonde seit Ende der Apollo-Missionen landete sie auf dem Mond. Allerdings gab es beim Landeanflug Probleme: Sensoren des primären Navigationssystems funktionierten nicht korrekt, weshalb ein experimentelles LIDAR-System der NASA, das als Nutzlast an Bord war, aushelfen musste.

Dadurch gelang die Landung der vom US-Unternehmen Intuitive Machines gebauten Raumsonde zwar, „Odysseus“ kippte dabei aber auf die Seite. Weil aber alle wissenschaftlichen Instrumente an der Oberseite lagen und auch die Sonnensegel freiblieben, blieb die Mondsonde funktionsfähig.
Abgeknicktes Bein und schräge Lage
Jetzt liefern erste Kamerabilder der Raumsonde mehr Aufschluss darüber, was bei ihrer Mondlandung passiert ist. Die „Selfies“ bestätigen, dass „Odysseus“ um rund 30 Grad zur Seite gekippt auf der Mondoberfläche liegt. Seine Kamera blickt dabei von der Landestelle am Malapert-Krater in Richtung des lunaren Südpols. Ihre Aufnahmen zeigen, dass eines der Landebeine der Raumsonde abgeknickt ist – „Odysseus“ hat sich bei der Landung ein Bein gebrochen.