Biomarker für Autismus: Forscher haben einen Zusammenhang zwischen veränderten Proteinen im Blutplasma und dem Auftreten von Autismus-Spektrum-Störungen entdeckt. Demnach finden sich im Blut von Patienten vermehrt Verbindungen, die durch spontane Oxidation und Glykation entstehen. Sie könnten als Biomarker für neue Diagnoseverfahren jenseits der herkömmlichen Verhaltensanalysen dienen – und somit eventuell sogar eine Früherkennung möglich machen.
Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die mit vielfältigen Symptomen einhergeht – von Beeinträchtigungen des Sprachvermögens, über fehlende Gefühlsregungen, bis hin zu motorischen Problemen. Diagnostizieren lässt sich die Erkrankung bisher nur über solche Verhaltensauffälligkeiten. Das Problem: Diese manifestieren sich erst ab einem Alter von zwei bis drei Jahren.
Wissenschaftler suchen daher schon länger nach Möglichkeiten, Autismus frühzeitiger erkennen und damit auch behandeln zu können. Zuletzt fanden sie dabei etwa Zusammenhänge mit einer veränderten Geruchsreaktion sowie einer erhöhten Menge von Gehirnflüssigkeit und dem Auftreten von Autismus-Spektrum-Störungen.
Suche nach Biomarkern
Ein Team um Attia Anwar von der University of Warwick hat nun einen weiteren Anhaltspunkt für einen potenziellen Autismus-Test jenseits von Verhaltensanalysen gefunden. Auf der Suche nach einem Biomarker für die Erkrankung analysierten die Forscher Blut- und Urinproben von 38 autistischen sowie 31 gesunden Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren.