Gute Nachrichten für Paare mit Kinderwunsch: Ob eingefroren oder sofort verpflanzt – durch künstliche Befruchtung gezeugte Embryonen führen in beiden Fällen ähnlich oft zur erfolgreichen Schwangerschaft. Die sogenannte Kryokonservierung beeinflusst die Chance auf ein Kind demnach nicht. Das zeigt eine Studie mit knapp 800 unfruchtbaren Frauen. Interessant ist das beispielsweise für Paare, die auf herkömmlichem Wege keine Kinder bekommen können oder die Familienplanung aus bestimmten Gründen verschieben wollen.
Emma Wren Gibson ist ein Weltrekord-Baby. Die im November vergangenen Jahres geborene US-Amerikanerin hat zwar gerade erst das Licht der Welt erblickt – gezeugt wurde sie jedoch bereits vor 25 Jahren: Sie ist aus dem ältesten gefrorenen Embryo entstanden, der je zu einer Geburt geführt hat. Die befruchtete Eizelle stammte von einer anonymen Spenderin und wurde 1992 auf Eis gelegt. Gibsons Mutter hatte sie sich einpflanzen lassen, weil sie selbst keine Kinder bekommen kann.
In Deutschland ist eine künstliche Befruchtung mit fremden Eizellen zwar verboten. Frauen können hierzulande aber ihre eigenen Eizellen einfrieren lassen und so die Familienplanung verschieben – beispielsweise um erst einmal Karriere zu machen.
Eingefroren vs. „frisch“
Doch wie erfolgsversprechend ist das Einsetzen eines Embryos, der jahrelang eingefroren war? Verringert sich im Vergleich zu einer „frischen“ befruchteten Eizelle die Chance auf eine Schwangerschaft? „Techniken der sogenannten Kryokonservierung erfreuen sich im Bereich der Reproduktionsmedizin weltweit immer größerer Beliebtheit“, sagt Lan Vuong von der Medizinischen Universität in Ho-Chi-Minh-Stadt. Deshalb sei es wichtig, solche Fragen genauer zu erforschen.