Bewährtes Hausmittel als Krebsvorsorge? Trockenpflaumen helfen nicht nur bei Verdauungsbeschwerden, sie schützen möglicherweise auch vor Darmkrebs. In Tierversuchen haben US-Forscher herausgefunden, dass getrocknete Pflaumen im Futter zu weniger Tumor-Vorläufern führen. Offenbar wird durch die Pflaumen eine günstige Darmflora gefördert, vermuten die Forscher. Der Effekt wirkt möglicherweise auch beim Menschen.
Milliarden von Bakterien bevölkern unseren Darm und sorgen dafür, dass wir wertvolle Nährstoffe aus ansonsten unverdaulicher Nahrung gewinnen. Aus Schokolade etwa erschließen uns erst die Darmbakterien die gesunden Bestandteile im Kakao. Die Darmflora kontrolliert dabei mehr, als wir erwarten: Sie beeinflusst auch das Gehirn und unsere Vorlieben beim Essen.
Trockenpflaumen sind reich an Antioxidantien
Versorgen wir unsere Darmbakterien jedoch mit dem falschen Futter, so können sie uns das übel nehmen: Verdauungsstörungen, Übergewicht, chronische Entzündungen und sogar Darmkrebs sind die möglichen Folgen einer aus dem Gleichgewicht geratenen Darmflora. Darmkrebs bildet in Deutschland rund ein Siebtel aller Krebserkrankungen, und in rund zwei von fünf Fällen verläuft die Krankheit tödlich. Viele Forscher versuchen darum, das Zusammenspiel zwischen unserer Gesundheit und unseren Darmbakterien besser zu verstehen.
Ein bereits verbreitetes Hausmittel gegen Verdauungsstörungen erweist sich dabei offenbar als besonders wirkungsvoll: Getrocknete Pflaumen helfen der Darmflora und schützen so auch vor Krebs, meinen Nancy Turner von der Texas A&M University und ihre Kollegen: „Trockenpflaumen enthalten phenolische Verbindungen, die viele Effekte auf unsere Gesundheit haben“, erklärt Turner. „Sie dienen als Antioxidantien und können den oxidierenden Effekt freier Radikale auf unsere DNA neutralisieren.“