Befürchtungen bestätigt: Experten warnen schon länger vor einer erhöhten Unfallgefahr durch E-Scooter. Jetzt scheint eine Studie im Journal „JAMA Surgery“ dies zumindest für die USA zu bestätigen: Ein Blick in die Notaufnahmen zeigt, dass sich die Anzahl der Verletzungen bei Scooter-Unfällen in den letzten vier Jahren vervierfacht hat. Insbesondere junge Erwachsene sind betroffen. Schädel-Hirn-Traumata treten etwa doppelt so häufig wie bei Radfahrern auf.
Seit dem letzten Sommer prägen sie das Bild der deutschen Innenstädte: E-Scooter. Sie sollen ihren Beitrag zur Verkehrswende leisten, sind jedoch äußerst umstritten. Ihre Klimabilanz steht nicht nur wegen der Herstellung der Batterien in der Kritik. In Umfragen zeigte sich auch, dass Elektroroller zur weiteren Individualisierung des Personennahverkehrs beitragen. Die elektrischen Flitzer werden vor allem von Leuten genutzt, die die „letzte Meile“ vorher zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt haben.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Unfallgefahr, vor der Experten bereits bei der Einführung gewarnt haben. In den USA, in denen die E-Roller schon länger auf den Straßen fahren dürfen, gibt es bereits umfangreiche Statistiken zum Unfallrisiko.
Vor allem junge Erwachsene betroffen
Ein Team um Nikan Namiri von der University of California in San Francisco hat nun die Unfallfallstatistiken des „National Electronic Injury Surveillance System“ in Bezug auf E-Scooter ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass die Zahl der rollerbezogenen Verletzungen in den USA zwischen 2014 und 2018 um 222 Prozent auf mehr als 39.000 zugenommen hat.