Welche Zahnputztechnik reinigt unsere Zähne am besten? Eine aktuelle Metanalyse liefert darauf ein überraschendes Ergebnis. Denn die oft propagierte Methode des Zähneputzens „von Rot nach Weiß“ war dem kreisenden Putzen nicht überlegen. Stattdessen beseitigten beide Putztechniken den Zahnbelag ähnlich gut. Gegen Zahnfleischentzündungen weniger empfehlenswert ist dagegen die „Rütteltechnik“, wie das Team feststellte. Insgesamt waren die Unterschiede aber gering und die Daten extrem lückenhaft.
Regelmäßig Zähneputzen ist wichtig, so viel ist klar. Denn das Entfernen von bakteriellem Zahnbelag beugt nicht nur Karies und Parodontose vor, chronische Zahnfleischentzündungen stehen auch im Verdacht, andere Krankheiten zu begünstigen – von Gefäßerkrankungen über Rheuma und Alzheimer bis hin zu Krebs. Als besonders effektive Methode der Zahnhygiene gilt laut Studien das Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste.
Kreisen versus Fegen und Rütteln
Doch wie sieht es beim klassischen Zähneputzen per Hand aus? Welche Technik ist dabei die effektivste? „Obwohl ein Großteil der Weltbevölkerung manuelle Zahnbürsten benutzt, herrscht bei dieser Frage noch einige Unsicherheit“, erklären Renate Deinzer von der Universität Gießen und ihre Kollegen. Dennoch gaben viele Experten bisher der Fege- oder Rütteltechnik den Vorzug gegenüber kreisenden Putzbewegungen.
Bei diesen Putzmethoden erfolgt die Reinigung der Zähne von Rot nach Weiß: Man setzt die Borsten der Zahnbürste im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand auf, lockert dann den Zahnbelag durch rüttelnde Bewegungen und „fegt“ ihn dann sanftem Druck vom Zahnfleisch zu den Zahnkronen weg. Diese auch als „modifizierte Bass-Technik“ Bezeichnete Putzstrategie soll das Zahnfleisch schonen und verhindern, dass Bakterien in die Zahnfleischtaschen gedrückt werden.