Alltagsproblem mathematisch betrachtet: Einen Termin für ein Meeting mit mehreren Teilnehmern zu finden, ist oft mühsam. Gibt es dafür vielleicht eine mathematische Lösung? Das haben nun drei Physiker untersucht – mit überraschenden Ergebnissen. Denn es gibt einen kritischen Punkt, ab dem es exponentiell schwieriger wird, einen für alle Teilnehmenden passenden Termin zu finden. Dieser „Phasenübergang“ liegt für eine typische 40-Stundenwoche bei einer Teilnehmerzahl von mehr als vier, wie das Team berichtet.
Im Berufsalltag vieler von uns spielen Meetings – ob persönlich oder per Zoom, Teams und Co – eine wichtige Rolle. Wir nutzen die Besprechungen zum Brainstormen, für Absprachen, Planung und den Informationsaustausch mit Kollegen oder um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. Doch die Planung eines solchen Meetings kann schwierig sein: Im vollen Kalender noch eine Zeit zu finden, die für alle Teilnehmenden passt, ähnelt einem Puzzle.
Terminsuche mathematisch
Aber was steckt mathematisch hinter der Terminsuche? Gibt es möglicherweise eine Formel, die verrät, wann und warum es besonders schwierig ist, alle unter einen Hut zu bringen? Diese Frage haben Katherine Brown vom Hamilton College in New York und ihre Kollegen nun untersucht. „Wir entwickeln Gleichungen, die dabei helfen abzuschätzen, wann eine Terminsuche Erfolg haben kann“, erklärt das Physikerteam.
Für ihre Studie erarbeiteten Brown und ihr Team mathematische Gleichungen, um die Erfolgswahrscheinlichkeit in Bezug auf drei Faktoren zu ermitteln: die Zahl der Teilnehmenden (n), die Menge der möglichen Zeit-Slots (t) und den Anteil der Termine, an denen jeder Teilnehmende schon belegt ist (r). Jeder Teilnehmende hat demnach t – r Lücken im Kalender.