In einem alten Damaszener Schwert aus dem 17. Jahrhundert haben Wissenschaftler völlig überraschend Nanoröhren aus Kohlenstoffatomen nachgewiesen. Die Wissenschaftler rätseln nun wie diese „modernen“ Strukturen damals im Stahl entstanden sind.
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Ersten Vermutungen zufolge könnten sich die Nanoröhrchen beispielsweise beim Schmieden der Klingen durch den Zusatz von Holz und Blättern sowie durch die Verwendung bestimmter Eisenerze aus Indien, die als Katalysatoren gewirkt haben, gebildet haben. Die Forscher um Professor Peter Paufler von der TU Dresden berichten über ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature.
Bereits 1924 war der Säbel aus Damaszener Stahl, der im Berner Historischen Museum aufbewahrt wird, metallographisch untersucht worden. Doch erst jetzt ist es den Forschern gelungen, in einem zwei Zentimeter langen Stück aus der Klinge des Säbels in einem Elektronenmikroskopie-Labor Kohlenstoff-Nanoröhren nachzuweisen.