Ein internationales Forscherteam hat gezeigt, dass sich beim Stromfluss durch Moleküle deren Atomkerne und Elektronen nicht unabhängig, sondern gekoppelt bewegen. Die Wissenschaftler berichten über ihre neuen Ergebnisse zur Molekularelektronik in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Nature Physics“.
Elektronische Geräte wie Computer, Handy und Co. werden immer kleiner und effizienter. Großen Anteil an dieser Entwicklung hatte bislang die Mikroelektronik. Um technologische Grenzen der Miniaturisierung zu überwinden, erforscht man Alternativen zur herkömmlichen Halbleiterelektronik.
Molekulare Drähte im Visier
Eine Option ist die Molekularelektronik, bei der elektronische Schaltungen künftig direkt aus einzelnen, leitfähigen Molekülen verdrahtet werden sollen. Solche molekularen Drähte untersucht der Experimentalphysiker Professor Jascha Repp von der Universität Regensburg zusammen mit Kollegen des IBM Research – Zurich.
Jetzt haben die Wissenschaftler in bestimmten molekularen Drähten Anzeichen für eine Kopplung der Bewegung von Atomkernen und der Bewegung von Elektronen beobachtet. Bisher ging man davon aus, dass sie sich unabhängig voneinander bewegen. Das Forscherteam um Repp konnte dagegen zeigen, dass sie gekoppelt sind und diese Kopplung auch deutlich in Erscheinung tritt.