Roboter als Rettungsschwimmer: Künftig könnte ein autonomer Roboter ertrinkende Menschen im Badesee oder Schwimmbad orten und ans Ufer bringen. Der Roboter erkennt typische Bewegungen Hilfesuchender, schwimmt auf sie zu und nimmt sie „huckepack“. Erste Tests dieser von deutschen Forschern entwickelten Technik in einem Badesee waren schon erfolgreich. Jetzt soll der Prototyp noch verfeinert werden.
Unterwasser-Roboter sind aus der Meeresforschung kaum mehr wegzudenken. Die ferngesteuerten oder autonomen Tauchroboter helfen bei der Erkundung und Kartierung von Untersee-Vulkanen, Tiefseegräben oder dem Leben unter dem polaren Meereis. Auch einzigartige Videobilder aus Schiffswracks oder von seltenen Meerestieren verdanken wir diesen Unterwasservehikeln.
Autonomer Roboter als Rettungshelfer
Künftig könnten autonome Tauchroboter sogar Menschenleben retten. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in Ilmenau hat dafür gemeinsam mit dem Wasserrettungsdienst Halle ein spezielles Unterwasserfahrzeug entwickelt. Der große Vorteil: Der autonome Wasserroboter tritt auch dann in Aktion, wenn Bademeister und Rettungsschwimmer anderweitig beschäftigt sind oder wegen der Nachwuchsknappheit ganz fehlen.
Der Rettungsroboter besteht aus einem 90 Zentimeter langen und 50 Zentimeter breiten Gestell und ist mit Batterien, Antrieb, Kameras sowie verschiedenen Sensoren ausgestattet. Dies ermöglicht es ihm, sich selbstständig im Wasser zu bewegen und ein Ziel anzusteuern – in diesem Fall einen Ertrinkenden. Eine Fixier- und Fangvorrichtung sorgt dafür, dass auch bewusstlose Personen beim Bergen und Auftauchen nicht herunterrutschen.