Schwebende Fische und balancierende Monster: Forscher haben eine Software entwickelt, die automatisch das passende Innenleben für Objekte aus dem 3D-Drucker berechnet. Man gibt nur ein, was das Objekt können soll: kreiseln, schwimmen oder auch in Schräglage stehen bleiben – und das System entwirft passend zur gewünschten äußeren Form den Hohlraum, der dieses Verhalten möglich macht.
3D-Drucker sind voll im Trend – und lassen sich bereits in vielen Gebieten sinnvoll einsetzen. So experimentieren Forscher bereits mit orthopädischen Implantaten aus dem 3D-Drucker, Im Berliner Naturkundemuseum wird ein fossiles Tyrannosaurus-Skelett von einem Schädel aus gedruckten Knochen gekrönt und eine Smartphone-App soll es künftig noch leichter machen, die 3D-Modelle für solche Drucker zu generieren.
Trudelnde Schildkröte und Wunderflasche
Forscher der Technischen Universität Wien und der RWTH Aachen haben nun den 3D-Druck noch einen Schritt weiter gebracht. Auf den ersten Blick sieht das Ergebnis ihrer Arbeit allerdings aus wie Kinderspielzeug: Ein Plastikfisch wird ins Wasser geworfen und schwimmt, eine Plastikschildkröte wurde so angepasst, dass man sie als Kreisel verwenden kann. Besonders verblüffend ist die Wunderflasche: Wenn man sie mit Wasser füllt, dann kippt sie um und läuft aus. Wenn man sie allerdings mit Alkohol füllt, dann bleibt sie stehen.
Der Grund dafür ist die geringfügig geringere Dichte des Alkohols gegenüber Wasser. Die innere Form der Flasche ist so optimiert, dass dieser kleine Dichteunterschied zwischen Stehenbleiben und Umfallen entscheidet. Um das zu erreichen, muss jedoch die Wand und innerer Form der Flasche speziell angepasst werden. Sie ist auf einer Seite viel dicker als auf der anderen, um den Schwerpunkt der Flasche genau richtig zu justieren.