Strom to Go: US-Forscher haben eine Technik entwickelt, mit der Strom auf bewegte Objekte übertragen werden kann – ohne Kabel oder direkten Kontakt. Daduch könnten beispielsweise Elektroautos während der Fahrt geladen werden, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Nature“ berichten. Möglich wird dies durch eine Weiterentwicklung der Ladung mittels Induktion: Ein wechselndes Magnetfeld in der Ladespule dient als Überträger.
Eine der großen Hürden für die Verbreitung von Elektroautos ist ihre begrenzte Reichweite: Nach 100 bis 300 Kilometern Fahrt sind die Akkus leer. Nur wenige teure Ausnahmen wie die Tesla-Fahrzeuge knacken bereits die 500 Kilometer-Marke. Zwar tüfteln Forscher bereits an Batterien mit größerer Leistung, bisher jedoch sind sie erst im Versuchsstadium.
Drahtloses Laden – auch in Bewegung
Doch in Zukunft könnte das Laden an stationären Stationen vielleicht gar nicht mehr nötig sein: Elektroautos könnten den nötigen Strom direkt während der Fahrt tanken – durch Magnetspulen in der Fahrbahn. Solche drahtlosen Ladeeinheiten gibt es zwar schon, bisher funktioniert das Laden mittels Induktion aber nur im Stand.
Der Grund dafür: Damit das wechselnde Magnetfeld in der Empfängerspule Strom erzeugt, muss die Frequenz beider Spulen genau aufeinander abgestimmt sein. Ändern sich Entfernung oder Winkel, lässt die Ladeleistung sofort nach oder reißt sogar ganz ab.