Leipziger und Madrider Physiker haben nachgewiesen, dass die elektrischen Eigenschaften des Graphits besser sind, wenn man anstelle einer einzelnen mehrere Graphenschichten benutzt. Dies berichtet jetzt die Fachzeitschrift „Physical Review B“ in ihrer aktuellen Ausgabe.
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Mit dem 2010 verliehenen Nobelpreis an zwei Wissenschaftler der Universität Manchester wurde das Graphen weltweit bekannt. Die Forscher hatten aus einem Stück Graphit – so wie man es in Bleistiften vorfindet – die zweidimensionale Ebene aus Kohlenstoffatomen isoliert: das Graphen. Damit wurde die bislang dünnste und stärkste Kohlenstoffverbindung „wieder entdeckt“, denn die Existenz von Graphen ist bereits seit den 1960er Jahren bekannt.
Die Eigenschaften dieser kristallinen Ebenen sind hervorragend: Sie leiten elektrischen Strom und Wärme besser als alle bislang bekannten Materialien. Sie sind zudem annähernd transparent, aber undurchlässig für Gase. Als Werkstoff wird deshalb dem Graphen eine glänzende Zukunft vorhergesagt. Es könnte zum Beispiel das Silizium in Mobiltelefonen und Flachbildschirmen ersetzen.