Tippfolge statt PIN: Die sogenannten „Knock-Codes“ für die Displaysperre des Handys sind leicht zu knacken, aber schwer zu merken – das ist Fazit einer Studie von IT-Forschern. Weil Nutzer beim Antippen der Felder bestimmte Abfolgen bevorzugen, sind diese auch entsprechend einfach zu erraten. Weniger eingängige Tippfolgen werden hingegen zu leicht vergessen. Nach Ansicht der Wissenschaftler sind die Knock-Codes daher weniger sicher als PINs oder Streichmuster.
Die meisten Menschen schützen den Inhalt ihrer Smartphones mit einer Displaysperre. Diese kann entweder mit einer Zahlenfolge – dem PIN-Code – oder bei Android-Handys auch mit einem Wischmuster geöffnet werden. Eine Gesichtserkennung oder der Fingerabdruck sind vor allem bei iPhones ebenfalls möglich. Während jedoch letztere sich quasi von selbst ergeben, kann man PIN oder Wischmuster selbst wählen – mit entsprechenden Tücken bei zu einfachen Sperrcodes.
Tippen statt Zahlencode
Eine weitere Variante ist der sogenannte Knock-Code, den der Hersteller LG bei seinen Smartphones
für die Displaysperre eingeführt hat. Er besteht aus zwei mal zwei Feldern, die in einer bestimmten Reihenfolge angetippt werden müssen. Die Tippfolge muss zwischen sechs und zehn Antipper lang sein. Diese Knock-Codes werden Schätzungen zufolge in den USA aktuell von 700.000 bis 2,5 Millionen Menschen verwendet.
Doch wie sicher ist diese Lösung für die Displaysperre? Das hat jetzt ein deutsch-amerikanisches Forscherteam um Raina Samuel vom New Jersey Institute of Technology untersucht. Dafür baten sie in einer Online-Studie zunächst 351 Teilnehmer, sich einen Knock-Code auszudenken. Dann sollten sie einige Fragen beantworten und den Code nach fünf Minuten erneut eingeben.