Tragbar statt tischgroß: Atome auf fast den absoluten Nullpunkt herunterzukühlen, wird künftig einfacher. Denn Forscher haben die dafür nötigen Komponenten so stark verkleinert, dass die Laserkühlung handlich und tragbar wird – die ganze Apparatur ist nur 15 Zentimeter breit und sehr flach. Diese Miniaturisierung ebnet den Weg zu noch kleineren Laserkühlungen, die eines Tages sogar in Mikrochips integriert werden könnten – beispielsweise für die Quantenkommunikation.
Normalerweise dient Laserlicht eher dazu, Atomen Energie zuzuführen und sie in angeregte Zustände zu versetzen. Doch nutzt man Laserlicht bestimmter Frequenz und Eigenschaften, kann das Bombardement mit Photonen Atomen auch Energie entziehen: Der Laser bremst die Eigenbewegung der Atome so weit ab, dass sie fast stillstehen. Dadurch werden sie bis knapp über den absoluten Nullpunkt heruntergekühlt.
Eine solche Laserkühlung wird heute überall dort eingesetzt, wo ultrakalte Atome benötigt werden – von der Grundlagenforschung über Atomuhren bis zur Quantentechnologie. Auch Moleküle, Plasma und Flüssigkeiten haben Wissenschaftler schon per Laser gekühlt. Bisher allerdings sind die Apparaturen dafür meist sehr sperrig und nehmen ganze Labortische ein.
Laserkühlung jenseits des Labors
Das hat sich nun geändert: US-Forscher um William McGehee vom National Institute of Standards and Technology (NIST) haben eine Laserkühlung entwickelt, die in einer nur 15 Zentimeter kleinen optischen Plattform abläuft. Die dafür nötigen Optiken sind zudem planar und leicht in Massenanfertigung herzustellen, wie die Wissenschaftler berichten.