Innovative Technik: Forscher haben erstmals Magnete per 3D-Druck erzeugt. Im Computer designt, wird der gewünschte Magnet millimetergenau aus einem Metall-Kunststoff-Granulat ausgedruckt. Dadurch lassen sich selbst komplexe Formen und spezielle Magnetfelder schneller und billiger als bisher produzieren.
Magnete werden in vielen technischen Geräten eingesetzt. Sie sind im Fahrraddynamo verbaut, in Mikrowellen und selbst neue Windkraftanlagen nutzen die vielen Vorteile des Phänomens Magnetismus. Starke Magnete herzustellen ist heute technisch kein Problem. Schwierig ist es allerdings, einen Permanentmagneten zu erschaffen, dessen Magnetfeld eine ganz bestimmte vorgegebene Gestalt annimmt.
Auf das Magnetfeld kommt es an
„Es kommt nicht immer nur auf die Stärke eines Magnetfeldes an“, erklärt Dieter Süss von der TU Wien. „Oft benötigen wir spezielle Magnetfelder, deren Feldlinien auf ganz bestimmte Weise angeordnet sind – zum Beispiel ein Magnetfeld, das in einer Richtung ziemlich konstant ist, dessen Stärke sich aber entlang einer anderen Richtung stark verändert.“
Um solche Anforderungen zu erfüllen, müssen Magnete häufig komplexe geometrische Formen haben. Bisher werden solche Spezialmagneten beispielsweise im Spritzgussverfahren hergestellt. Das ist jedoch zeitaufwendig und teuer, weil eigens dafür neue Formen produziert werden müssen.