Japanische Forscher stellten vor einigen Jahren zufällig eine Verbindung aus Silizium, Mangan und Kohlenstoff her, die unerwarteterweise auch bei Raumtemperatur ferromagnetisch war. Nun ist es deutschen Forschern erstmals gelungen, magnetische „Nano-Drähte“ aus diesem Material zu erzeugen.
Wie die Wissenschaftler aus Karlsruhe und Dresden in der Fachzeitschrift „Applied Physics Letters“ berichten, implantierten sie hierzu Kohlenstoff-Ionen bei erhöhter Temperatur in Mangansilicid.
Silizium ist das wichtigste Material für die Herstellung von Handy- oder Computerchips. Neue magnetische Eigenschaften von Silizium-Verbindungen rufen deshalb immer ein großes Echo hervor.
Christoph Sürgers von der Universität Karlsruhe und Kay Potzger vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) beschäftigen sich mit der Wechselwirkung magnetischer und elektronischer Eigenschaften von Materialien. Jedes Elektron ist quasi ein winzig kleiner Magnet, denn es verfügt über eine Eigenrotation, den Spin. Da der Spin mindestens zwei verschiedene Einstellmöglichkeiten hat, bietet sich seine Nutzung als Informationsträger (ein/aus bzw. 0/1) an.