Mit einer neuen Methode können Wissenschaftler jetzt schnell und einfach nach Nervengiften suchen. Dazu nutzen sie ein Netzwerk aus Nervenzellen auf einem Mikrochip. Die Forscher berichten über das Verfahren, das künftig viele Tierversuche ersetzen könnte, in gleich zwei Fachzeitschriften: in „Lab on a Chip“ und in den „Highlights in Chemical Technology“.
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Die Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund nutzen bei ihrer neuen Screening-Methode für Neurotoxine den Mikrochip, um menschliche Nervenzellen in einem regelmäßigen Sechseck-Muster anzuordnen und sie zu einem Netzwerk zusammenwachsen zu lassen.
Gift stört Vernetzung
Wurden die Zellen einem Nervengift ausgesetzt, so war diese Vernetzung gestört. Daraus konnten die Wissenschaftler die Neurotoxizität eines Stoffes ableiten. Jonathan West, der Projektleiter, hat die Methode deshalb „Network Formation Assay“ (NFA) genannt.