Funkbojen statt GPS-Satelliten: Künftig könnten ganze Schwärme von Robotern, Drohnen und Rover den Mars erkunden. Damit diese dort effektiv navigieren können, arbeiten deutsche Forscher bereits an einem Ortungssystem für den Roten Planeten. Für dieses sollen Funkbojen auf der Oberfläche ausgesetzt werden, die durch ihre Peilsignale die Funktion der irdischen GPS-Satelliten übernehmen.
Das Schluchtsystem der Valles Marineris ist rund 4.000 Kilometer lang, bis zu 600 Kilometer breit und stellenweise sieben Kilometer tief. Ob diese gewaltigen Canyonys jedoch einst durch Sturzfluten, durch eine frühe Plattentektonik oder aber durch Lavaströme gebildet wurden, ist bis heute unklar. Dennoch deuten Salzwasser-Rinnsale an den Canyonwänden darauf hin, dass die Valles Marineris ein guter Ort für die Suche nach Leben auf dem Roten Planeten sein könnte.
Roboterschwarm im Canyon
Erkunden sollen den marsianischen Canyon aber zunächst keine Astronauten, sondern ein ganzer Schwarm von Drohnen, Rovern und Laufrobotern – so der Plan des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Auch die NASA arbeitet bereits an unbemannten Mars-Gleitern. Entscheidend für den Einsatz solcher Flugroboter in einem so unübersichtlichen Gelände ist jedoch ein leistungsfähiges Ortungs- und Navigationssystem.
„Wenn beispielsweise eine fliegende Drohne aus der Luft eine interessante Struktur entdeckt hat, bei der es sich lohnen könnte, eine Bodenprobe zu entnehmen, muss sie dem entsprechenden Roboter den exakten Ort mitteilen können“, erklärt Sergio Montenegro von der Universität Würzburg. Und wenn sich die Akkus der Drohne leeren, sollte sie den Weg zurück zum Lander kennen, damit sie dort wieder auftanken kann.