Schlecht geschützt: Forscher haben gravierende Sicherheitsmängel bei einem verbreiteten Staubsauger-Roboter entdeckt. Das Cloud-basierte Gerät der Firma Tesvor verfügt demnach über Schwachstellen, die leicht von Hackern ausgenutzt werden können. Diese Sicherheitslücken verraten den Angreifern beispielsweise den Gerätestatus – oder sogar den Grundriss der Wohnung, in der der Roboter putzt.
Roboter helfen nicht nur am Fließband, im OP-Saal oder in Katastrophengebieten – sie haben längst auch viele Haushalte erobert. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang Staubsauger-Roboter. Diese intelligenten Helfer putzen selbstständig die Wohnung, während ihre Besitzer sich anderen Dingen widmen oder gar außer Haus sind.
Das ist praktisch, birgt aber auch Sicherheitsrisiken. Denn um ihre Arbeit verrichten zu können, sammeln Saugroboter mit ihrer Kamera und anderen Sensoren Daten und erstellen beispielsweise einen Grundriss sämtlicher Räume. Gepaart mit der Tatsache, dass die Geräte oftmals über eine App gesteuert werden und mit dem Internet verbunden sind, bietet sich damit eine große Angriffsfläche für Hacker.
Angriff aus der Ferne
Tatsächlich haben Forscher in der Vergangenheit bereits Software-Schwachstellen bei unterschiedlichen Saugrobotermodellen festgestellt. Nun offenbart ein neuer Test Sicherheitsmängel bei einem weiteren Gerät: Informatiker um Ahmad-Reza Sadeghi von der Technischen Universität Darmstadt haben erhebliche Softwareprobleme bei dem Modell Tesvor X500 gefunden. Dieser recht verbreitete Saugroboter wird über den Online-Handel für rund 200 Euro angeboten.