Die Weltbevölkerung wächst weiter: Nach neuesten Schätzungen von UN-Bevölkerungsforschern wird es Ende dieses Jahrhunderts mehr als elf Milliarden Menschen auf der Erde geben. Größter Treiber für dieses Wachstum sind dabei die afrikanischen Länder. Bei uns und in anderen Industrieländern dagegen wird die Einwohnerzahl weiter absinken und der Anteil der Älteren weiter stark zunehmen, so die Prognose.
Die Zahl der Menschen auf unserem Planeten wächst weiter: Erst 2011 hat die Weltbevölkerung die sieben Milliarden Marke überschritten, doch ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen – zumindest in vielen Entwicklungsländern. Das belegen auch die neuesten Schätzungen, die John Wilmoth, Leiter der UN Bevölkerungsabteilung nun auf einer Statistiker-Tagung in Seattle vorstellte.
Demnach soll die Weltbevölkerung von heute 7,3 Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden im Jahr 2050 steigen. Bis 2100 erhöhte sich dies dann nochmal auf rund elf Milliarden, so der Forscher. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Wachstum der Menschheit stoppt oder sich sogar umkehrt, liegt dagegen bei nur etwas mehr als 20 Prozent.
Afrika wächst am schnellsten
Treibende Kraft für das Bevölkerungswachstum sind dabei ausgerechnet die ärmsten Länder Afrikas. Allein auf diesem Kontinent wird sich die Zahl der Menschen bis 2100 wahrscheinlich vervierfachen, so die Prognosen. Allein in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, könnte die anhaltend hohe Fortpflanzungsrate dafür sorgen, dass die Einwohnerzahl von heute 182 Millionen auf 752 Millionen im Jahr 2100 steigt.