Nicht nur das Bisphenol A, auch die Weichmacher in Kunststoffen machen dick. Das haben Forscher nun am Mausmodell bestätigt. Demnach greifen schon geringe Konzentrationen des Phthalats DEHP in den Hormonhaushalt ein, und verändern den Glukosespiegel. Die Folge: eine deutliche Gewichtszunahme. Weil dieser Weichmacher in unzähligen Alltagsprodukten enthalten ist, könnte er an der Zunahme des Übergewichts mitschuld sein, so die Forscher im Fachmagazin „PLOS ONE“.
Weichmacher wie Phthalate sind in allen Kunststoffen enthalten. Sie sorgen dafür, dass das Material flexibler, geschmeidiger und elastischer wird. Doch viele dieser Plastik-Zusätze sind mehr und mehr umstritten. Denn als sogenannte Umwelthormone können die Stoffe über die Atemluft, die Haut oder die Nahrung in unseren Körper gelangen und dort einiges durcheinanderbringen: Sie stehen unter anderem im Verdacht, Diabetes und Fettleibigkeit zu verursachen.
Die oft in Weichmachern enthaltene Chemikalie Bisphenol A (BPA) soll darüber hinaus sogar die Entstehung von Autismus begünstigen und Wachstumsprozesse stören können. Wie genau die Stoffe im Körper wirken, ist in vielen Fällen jedoch nicht bekannt.
Alltags-Weichmacher im Test
Forscher um Nora Klöting von der Universität Leipzig haben diese Zusammenhänge nun für den Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) genauer untersucht. „Menschen sind diesem Phthalat vielfach ausgesetzt, denn es ist in vielen Alltagsobjekten enthalten, darunter Kunststoffböden, Plastiktüten und Folien, Lebensmittelverpackungen, Kosmetik und Spielzeug“, erklären die Forscher.