Geisterhaftes Flackern: Mit einer Highspeed-Kamera haben Forscher ein ungewöhnliches Polarlicht-Phänomen eingefangen: eine Aurora, die extrem schnell pulsiert. 50 bis 80 Mal in der Sekunde wird das Leuchten heller und wieder dunkler – und damit viel schneller als bei den bisher bekannten pulsierenden Auroren. Zudem tritt dieses Highspeed-Flackern gleichzeitig mit dem langsameren Pulsieren auf. Eine Theorie, warum das so ist, haben die Forscher bereits.
Polarlichter erscheinen meist als grünlich oder rötlich leuchtende Schleier oder vorhangartige Schlieren am Himmel. Sie entstehen, wenn die energiereichen Teilchenströme von Sonnenstürmen mit dem Erdmagnetfeld und den Teilchen der Ionosphäre wechselwirken. Entlang der Magnetfeldlinien rasen dann schnelle Elektronen in Richtung der Pole und regen bei Kollisionen die Luftteilchen zum Leuchten an.
Manche Polarlichter leuchten jedoch nicht einfach nur, sie flackern auch – und treten seltsamerweise sogar dann auf, wenn gerade gar kein Sonnensturm auf die Erde trifft. Typischerweise pulsieren sie mit einer Periode von rund einer Zehntel Sekunde. Den Grund für dieses rätselhafte Flackern haben Wissenschaftler erst vor Kurzem herausgefunden: Sauerstoffionen und Elektronen rasen spiralig um die Magnetfeldlinien herum und geben dabei – wie in einem Zyklotron – Lichtblitze ab.
Doppeltes Flackern
Ein weiteres rätselhaftes Polarlicht-Phänomen haben nun Yoko Fukuda von der Universität Tokio und seine Kollegen entdeckt. Drei Jahre lang hatten sie für ihre Studie Polarlichter am Himmel von Alaska mithilfe von Highspeed-Kameras aufgezeichnet. Als die Forscher diese Aufnahmen auswerteten, fiel ihnen etwas Seltsames auf: