Exoplaneten mit Lebenselement: Zumindest auf drei der sieben Erdzwillinge um TRAPPIST-1 könnte es genügend Wasser für Leben geben. Denn spektrografische Messungen mit dem Weltraumteleskop Hubble sprechen dafür, dass die äußeren Planeten dieses nur 40 Lichtjahre entfernten Systems bisher nur wenig Wasserdampf verloren haben. Bei den inneren Planeten jedoch hat die starke UV-Strahlung des Sterns wahrscheinlich alles Wassers zersetzt und in den Weltraum gerissen.
Das 40 Lichtjahre von uns entfernte Planetensystem TRAPPIST-1 umfasst die größte Ansammlung potenziell lebensfreundlicher Exoplaneten in unserer Nähe: Gleich sieben erdähnliche Planeten kreisen um den Roten Zwerg, davon mindestens drei in der habitablen Zone. Sie gelten als vielversprechende Kandidaten für außerirdisches Leben – auch, weil das Planetensystem bereits gut sieben Milliarden Jahre alt sein könnte.
Die entscheidende Frage aber ist: Gibt es auf den sieben Erdzwillingen Wasser? Astronomen spekulieren darüber, ob die große Nähe der Planeten zu ihrem Stern sich in dieser Hinsicht eher nachteilig auswirkt. Denn der starke Sternenwind könnte im Laufe der langen Zeit ihre Atmosphären und damit auch den Wasserdampf weggerissen haben – ähnlich wie es bei unserem Nachbarn Mars der Fall war.
Wasserfahndung mit Hubble
Ob dies der Fall ist, haben nun Vincent Bourrier vom Observatorium der Universität Genf und seine Kollegen mit Hilfe des Spektrografen des Weltraumteleskops Hubble untersucht. Sie analysierten damit die von den TRAPPIST-1-Planeten zurückgeworfene UV-Strahlung.