Spur der Verwüstung: Schon jetzt ist Hurrikan Irma der schlimmste Wirbelsturm, der je in der Karibik gewütet hat. Kein anderer Sturm hat so viele Schäden angerichtet und blieb so lange so heftig, wie Forscher berichten. Nachdem der Hurrikan bereits mehrere Karibikinseln überquert hat, nimmt er nun Kurs auf Florida. Die US-Behörden haben bereits viele Küstengebiete evakuiert. Auch wenn Irma sich leicht abgeschwächt hat, werden weitere Folgen erwartet.
Kaum hat Texas die verheerenden Auswirkungen des Tropensturms Harvey überstanden, nehmen gleich drei weitere Wirbelstürme Kurs auf den Golf von Mexiko. Der erste von ihnen ist dabei gleich der schlimmste: Hurrikan Irma hat bereits weite Teile der Karibikinseln Barbuda, Saint Martin, der Virgin Islands und Puerto Ricos verwüstet. Jetzt nimmt er Kurs auf Florida, er wird die dortige Küste am Wochenende erreichen. Der Sturm ist so groß, dass er die gesamte Halbinsel überziehen wird.
Doppelter Rekord
Schon jetzt bricht Supersturm Irma mehrere Rekorde. „Noch nie zuvor hat ein tropischer Wirbelsturm weltweit so lange eine Intensität mit Windgeschwindigkeiten von 298 Stundenkilometer oder mehr aufrechterhalten, nämlich 37 Stunden“, erklärt der Meteorologe Bernhard Mühr von vom Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM). „Der bisherige Rekordhalter, der Taifun Haiyan, brachte es nur auf 24 Stunden.“
Gleichzeitig hat Irma schon jetzt in der Karibik so viele Schäden wie kein anderer Wirbelsturm zuvor verursacht: „Gemessen an der Schadenssumme von zehn Milliarden US-Dollar war dies der schlimmste Sturm in der Karibik aller Zeiten“, sagt James Daniell vom CEDIM. Vor allem auf der Insel Barbuda steht so gut wie kein Haus mehr, die Versorgung Strom, Trinkwasser und Benzin ist auf den meisten betroffenen Inseln zusammengebrochen.