Er soll mehr Sicherheit bringen, Abläufe beschleunigen und viele Flughäfen haben ihn inzwischen: den Körperscanner. Mithilfe von Terahertz-Strahlung zeigt er versteckte Gegenstände an unserem Körper wie Waffen oder Sprengstoff an. Doch wie funktioniert diese Technik?
Im Vergleich zu normalen Metalldetektoren erkennen Terahertz-Scanner auch Flüssigkeiten oder Pulver unter unserer Kleidung. Dadurch wird das Abtasten von Personen weitgehend überflüssig und Sicherheitskontrollen sollen schneller ablaufen. Inzwischen werden Terahertz-Scanner an vielen deutschen Flughäfen eingesetzt und im Juli 2016 hat die Bundesregierung einen Rahmenvertrag über die Lieferung von 300 weiteren Terahertz-Scannern unterzeichnet, die hauptsächlich zur Fluggastkontrolle, aber auch für andere Sicherheitsschleusen verwendet werden können.
Unsere Körperstrahlung verrät uns
Terahertz-Strahlen sind eigentlich etwas ganz Natürliches: Sie gehören zum Spektrum elektromagnetischer Strahlung und liegen im Frequenzbereich zwischen der Infrarotstrahlung und den Mikrowellen. Sogar unser Körper gibt zusammen mit der Wärmestrahlung winzige Anteile Terahertz-Strahlung über die Hautoberfläche ab.
Körperscanner am Flughafen bestrahlen uns aber in der Regel zusätzlich mit Terahertz-Wellen, die von unserem Körper teilweise reflektiert werden. Das macht die Messungen einfacher und das Bild wird schärfer. Scanner, die nach diesem Prinzip arbeiten, nennen sich aktive Systeme.